Bild (845 x 321 Pixel)

Nachlese "Dezentrale Niedertemperaturnetze - Teil 2"

Am 21.10.2021 fand Teil 2 der vom Land Steiermark ausgerichteten Ich tu’s-Veranstaltungsreihe „Dezentrale Niedertemperaturnetze“ statt. Auch dieses Mal waren wieder rund 100 TeilnehmerInnen mit dabei und lauschten den Referenten der nationalen Pilotprojekt aus Salzburg, Wien und der Steiermark.

Die einzelnen Vorträge sind unter den nachfolgenden Links abrufbar. Für weitere Fragen stehen Ihnen die Referenten gerne per Mail zur Verfügung:

Die einzelnen Vorträge sind unter den nachfolgenden Links abrufbar. Für weitere Fragen stehen Ihnen die Referenten gerne per Mail zur Verfügung:

Wir bedanken uns beim Publikum für das große Interesse und die spannenden Diskussionen sowie bei allen Referenten für ihre Zeit und die spannenden Vorträge.

Die Videoaufzeichnung der Vorträge steht Ihnen HIER zur Verfügung. Weitere Informationen sowie aktuelle Beratungsangebote des Landes Steiermark finden Sie unter https://www.ich-tus.steiermark.at.

 

Beantwortung der während der Diskussionen noch offen gebliebenen Fragen:

Projekt Reintalstraße in Hart bei Graz:

Die erwartete Jahresarbeitszahl ist > 4.

Die elektrische Anschlussleistung an das Stromnetz für das gesamte Bauprojekt (Stichwort Wärmepumpe und 12 E-Auto-Ladestationen) liegt bei rund 200 kW.

Die PV-Gemeinschaftsanlage ist die ursprüngliche und derzeit angedachte Variante (gemeinsamer Netzanschluss). Zurzeit wird auch die Variante einer Energiegemeinschaft geprüft, um gegebenenfalls mehr Flexibilität bei der Verwertung zu haben.

Es wird mit einem Wärmeverlust von rund 10 % durch die Rohrleitungen gerechnet. Die elektrische Warmwasserbereitung wurde gewählt, um das Nahwärmenetz während der Heizperiode auf niedrigem Temperaturniveau betreiben zu können. Im Sommer kann das Netz für die Kühlung genutzt werden.

Zu den erwarteten Energiekosten wurden keine Berechnungen angestellt. Das Nutzerverhalten spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Das Wohnprojekt ist gut öffentlich angebunden (Anbindung Regionalbus rund 1km, Anbindung Bahnhof rund 1,6 km, gute Nahversorgung im Zentrum von Hart bei Graz rund 1,5 km).

 

Projekt „Sanierung und Erweiterung Friedrich-Inhauser-Straße“

Als Nutzungsdauer/Lebensdauer für den Pufferspeicher wurden 25 Jahre angenommen.

Ausschlaggebenden Gründe, warum die BewohnerInnen zurückkehren bzw. nicht zurückkehren werden?

Vor der Sanierung wurde eine Umfrage durchgeführt. Diese wird nach dem Einzug wiederholt. Die wesentlichen Ergebnisse aus der ersten Umfrage waren:

Ich ziehe eh weg: 49% haben mit ja, weiß ich nicht oder keine Angabe geantwortet; Veränderte Familienverhältnisse haben dazu geführt, dass viele in einer zu großen oder zu kleinen Wohnung gelebt haben und früher oder später sowieso wegziehen wollten. Im Zuge des Prozesses wurden sehr attraktive Ersatzwohnungen angeboten und die Möglichkeit eingeräumt, nach dem Umzug auch dauerhaft in diesen Wohnungen zu bleiben. Viele wollten sich einen weiteren Umzug und die damit einhergehenden Unannehmlichkeiten ersparen (z.B. Eingewöhnung in KiGa, Schule, Umgebung).
87% befürchten nach der Sanierung eine höhere Miete und höhere Betriebskosten; Ist zutreffen (+55 Cent/m²); gleichzeitig ist aber auch die Wohnqualität gestiegen.
Die Schallisolierung zu den Nachbarn (und Eisenbahn) wurde im Schnitt mit der Note 3,07 bewertet à Viele waren skeptisch, ob dies im Zuge der Sanierung besser wird.
Der fehlende List wurde von 54% als Störfaktor genannt; Lift wurde nachgerüstet. Ersatzwohnungen haben den Bedürfnissen dieser Zielgruppe aber oftmals noch besser entsprochen (betreubares Wohnungen udgl.)

Die Ergebnisse aus diesem Prozess werden noch umfassend dokumentiert und stehen dann auf folgender Homepage zur Verfügung: ZeCaRe II - Smartcities

Es wird nach der Sanierung mit folgenden Energiekosteneinsparungen gerechnet: mindestens 20 % für Raumwärme und Warmwasser (Annahme: Vor der Sanierung: 23°C und Gas; Nach der Sanierung: 22°C und Energiekonzept). Hinzu kommen noch die Einsparungen durch die PV-Gemeinschaftsanlage im Strombereich.