TopHeAT-HU – Hitzebelastung gemeinsam begegnen

Das grenzüberschreitende Interreg-Projekt TopHeAT-HU unterstützt Städte und Gemeinden im österreichisch-ungarischen Grenzraum dabei, sich besser auf zunehmende Hitzewellen und steigende Hitzebelastung in Siedlungsgebieten vorzubereiten. Besonders kleinere Gemeinden verfügen oft über begrenzte finanzielle und fachliche Ressourcen, um wirksame Anpassungsmaßnahmen eigenständig umzusetzen. Das Projekt schafft deshalb praxisnahe Werkzeuge, Wissenstransfer und konkrete Pilotmaßnahmen zur Unterstützung der kommunalen Klimaanpassung.

Ein zentrales Element von TopHeAT-HU ist die Entwicklung einer interaktiven, datenbasierten Plattform, die Gemeinden bei der Bewertung und Planung von Maßnahmen unterstützt. Grundlage dafür sind umfangreiche Analysen von Satelliten- und Klimadaten, mit denen Hitzebelastungen im gesamten Grenzraum sichtbar gemacht werden. In einem zweiten Schritt werden in ausgewählten Projektgemeinden hochauflösende Hitzekartierungen durchgeführt, um lokale Belastungsschwerpunkte genau zu identifizieren.

Auf dieser Basis können Gemeinden erkennen, wo Hitze besonders stark wirkt und wo Maßnahmen gezielt gesetzt werden können. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf naturbasierten Lösungen, wie beispielsweise Dachbegrünungen, schattenspendende Bäume oder kleine Wasserflächen. Solche Maßnahmen werden in ausgewählten Pilotgemeinden gemeinsam mit lokalen Akteur:innen geplant, umgesetzt und anschließend wissenschaftlich begleitet und bewertet.

Neben der technischen Analyse setzt das Projekt stark auf Beteiligung und Bewusstseinsbildung. Workshops, Informationsveranstaltungen und Bürgeraktionen fördern den Austausch zwischen Gemeinden, Fachleuten und Bevölkerung. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei auch sensiblen Bevölkerungsgruppen wie Kindern und älteren Menschen, für die spezielle Informations- und Sensibilisierungsangebote entwickelt werden.

Für Gemeinden in der Region bietet das Projekt zahlreiche Vorteile:

  • Identifikation von Hitze-Hotspots im Gemeindegebiet
  • Zugang zu neuen Analyse- und Planungsinstrumenten
  • Unterstützung bei klimaangepasster Orts- und Siedlungsentwicklung
  • Erfahrungsaustausch mit Gemeinden im Grenzraum
  • Umsetzung sichtbarer Pilotmaßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität (nur in Pilotgemeinden)

Als Lead Partner koordiniert die Energie Agentur Steiermark das Projekt und sorgt dafür, dass die entwickelten Methoden und Lösungen auch über die Projektlaufzeit hinaus genutzt werden können. Ziel ist es, Gemeinden langfristig dabei zu unterstützen, ihre Lebensräume klimaresilient und zukunftsfähig zu gestalten.

Projektleitung:

  • Energie Agentur Steiermark

Projektpartner:innen:

  • AEE Intec
  • Energiaklub
  • Í rottkő Natúrparkért Egyesület
Kontaktieren Sie uns
Dr.inrer.nat Anna Kovács-Györi
Energie Agentur Steiermark gGmbH
+43 316 269700 39
anna.kovacs-gyori@ea-stmk.at