Projektabschluss Solidarische Energiegemeinschaften

Das Projekt SOL:E – Solidarische Energiegemeinschaften hatte das Ziel, ein nachhaltiges und sozial gerechtes Modell für Energiegemeinschaften zu entwickeln. Im Fokus stand die Frage, wie gemeinschaftlich erzeugte erneuerbare Energie nicht nur ökologisch sinnvoll genutzt, sondern auch solidarisch verteilt werden kann.

Besonders berücksichtigt wurden einkommensschwache und energiearme Haushalte. Durch innovative Ansätze wurde untersucht, wie überschüssige Energie gezielt dorthin gelenkt werden kann, wo sie am dringendsten benötigt wird. Das Projekt brachte Akteur:innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Energiewirtschaft zusammen, um praxisnahe Lösungen für solidarische Energiegemeinschaften zu entwickeln und deren Umsetzung in Österreich zu unterstützen.

Ein zentrales Pilotprojekt war die Bürgerenergiegemeinschaft Augustinum, die gemeinsam mit der Diözese Graz-Seckau und dem Campus Augustinum umgesetzt wurde. Dabei können Privatpersonen Strom aus eigenen Photovoltaikanlagen direkt an den Campus liefern. Die daraus entstehenden Überschüsse fließen in den Sozialfonds Augustinum und unterstützen Kinder aus finanziell belasteten Familien beim Schulbesuch. Damit verbindet SOL:E die Energiewende mit einem konkreten sozialen Mehrwert.

Weitere Informationen zum Projekt SOL:E sowie zur Bürgerenergiegemeinschaft Augustinum finden Sie auf der SOL:E Webseite.

Toolbox Solidarische Energiegemeinschaft

Ein zentraler Output des Projekts SOL:E ist die Toolbox Solidarische Energiegemeinschaft. Sie bündelt die im Projekt erarbeiteten Leitfäden, Vorlagen und Analysewerkzeuge und macht diese für Private, Gemeinden, Organisationen, Initiativen und Energiegemeinschaften einfach zugänglich.

Zum Herunterladen der Dokumente bitte auf die jeweiligen Links klicken:

Als Teil der Toolbox wurde außerdem die EG Simulation Analyse Box entwickelt. Sie unterstützt bei der Analyse und Planung von Energiegemeinschaften und stellt dafür praxisnahe Unterlagen und Werkzeuge bereit:

Die gesamte Toolbox finden Sie hier, auf der SOL:E Webseite.

Wichtige Nutzungshinweise:

  • Die Vertragsmuster sind nicht als fertige Verträge zu verstehen, die nur noch mittels Copy-and-Paste befüllt werden müssen, sondern als Vorschläge und Arbeitsgrundlage. Einzelne Vertragspunkte müssen diskutiert und an die jeweiligen Anforderungen und Ziele angepasst werden.
  • Für die Anpassung der Vorlagen an Ihre konkrete Energiegemeinschaft kann es sinnvoll sein, von externer Beratung Gebrauch machen. Bei den Dokumenten handelt es sich um unentgeltlich zur Verfügung gestellte Muster auf Basis der Vertragsvorlagen der Koordinationsstelle für Energiegemeinschaften. Für die zur Verfügung gestellten Unterlagen und Informationen wird keine Haftung oder Gewähr für Aktualität, Richtigkeit und/oder Vollständigkeit übernommen.
Projektergebnisse

SOL:E zeigte, wie Energiegemeinschaften über die reine Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energie hinaus einen sozialen Beitrag leisten können. Die entwickelten Leitfäden, Vorlagen und Analysewerkzeuge sollen interessierte Gemeinden, Organisationen und Initiativen dabei unterstützen, solidarische Energiegemeinschaften selbst umzusetzen und weiterzuentwickeln.

Projektpartner:innen

Die engagierte und konstruktive Zusammenarbeit der Projektpartner:innen war der Grundstein für eine erfolgreiche Projektumsetzung. Gemeinsam mit AEE INTEC, AVL, Diozöse Graz-Seckau, Caritas Steiermark und Agentur Scan konnten unterschiedliche fachliche Perspektiven, Erfahrungen und Kompetenzen gebündelt werden, um Energiegemeinschaften sozial gerechter zu gestalten.

Sol:e Logo des Konsortiums

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „Leuchttürme für resiliente Städte 2040“ durchgeführt.

Hier finden Sie weitere Informationen zum SOL:E Projekt.